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Serve-HF Studie

Das Schlaflabor des Thoraxzentrum Ruhrgebiet nimmt zur Zeit an einer der größten bislang in der Schlafmedizin durchgeführten Studien, der Serve-HF Studie teil.

Das Ziel dieser Studie ist herauszufinden welche langfristigen Auswirkungen eine Behandlung mit einer adaptiven Servoventilation bei Patienten mit stabiler chronischer Herzinsuffizienz (eingeschränkte linksventrikuläre systolische Funktion) und vorwiegend zentraler Schlafapnoe auf die Mortalität und Morbidität hat.

Zu der ohnehin schon vorhandenen Pumpschwäche des Herzens kommt eine weitere Minderung der Pumptätigkeit durch die Cheyne-Stokes-Atmung hinzu. „Hier setzen wir an, indem wir alle Kardiologen und Hausärzte der Region für dieses Phänomen sensibilisieren und gemeinsam mit den Kollegen die Patienten ambulant voruntersuchen, um heraus zu finden, welcher Patient im weiteren in unserer Klinik schlafmedizinisch diagnostiziert und gegebenenfalls mittels einer Schlafmaske therapiert wird“, sagt Dr. Martina Neddermann.

Bislang habe man festgestellt, dass rund 50 Prozent der an einer Herzinsuffizienz erkrankten Patienten auch unter schlafbezogenen Atemstörungen leiden. Davon sind die Hälfte der Patienten an einer nächtlichen Atemstörung mit den Symptomen und Folgen der Cheyne-Stokes-Atmung erkrankt.

Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet hat eins der größten kardiologisch-schlafmedizinischen Netzwerke aufgebaut, an dem Kardiologen aus Herne, Bochum, Castrop-Rauxel, Essen, Dortmund, Witten, Bottrop, Mühlheim und Gladbeck.

Gestartet wurde die Studie im Januar 2008, mit dem endgültigen Ergebnis ist voraussichtlich Anfang 2013 zu rechnen. Ziel ist es, dass alle Herzinsuffizienz-Erkrankten künftig automatisch auch schlafmedizinisch untersucht werden, um so gemeinsam mit den Kardiologen einen höheren Therapie-Erfolg und damit eine Verbesserung der Lebensqualität für die betroffenen Patienten erreichen zu können.